Die erste Nacht mit NINA - aufregend!
Nach langer Wolkenphase sollte es vom 09. auf den 10.04. endlich mal wieder eine klare Nacht geben. Mit Betonung auf EINE Nacht, denn für die nächsten Tage/Nächte sind schon wieder Wolken angekündigt.
Es sollte also die Nacht der Nächte werden für das First Light der Astrokamera veTEC571C sowie des Schokoriegels MeLe Quieter 3C.
Und es sollte unbedingt NINA ausprobiert werden, da es eine direkte Unterstützung für die ToupTek/Omegon Kamera veTEC571C hat. (Deren ACOM-Treiber sind von 2021.)
Das Problem:
Viele Dinge lassen sich vorab zwar anlesen und theoretisch erarbeiten, für die praktische Anwendung braucht es aber klaren Himmel. D.h. vieles muss auf Anhieb klappten, sonst wird's nix.
Die Eckdaten der Nacht:
- 19:55Uhr Sonnenuntergang
- 21:48Uhr Nacht
- 00:12 Uhr Mondaufgang (85%)
- 04:42Uhr Dämmerung
Aufbau und grobe Ausrichtung nach Sonnenuntergang.
- Fokus finden (ohne Focuser) - SharpCap
- in SharpCap eingestellt
- war mir in NINA zu schwierig
- Polausrichtung - NINA
-wg. Wolken war noch Zeit - daher das PlugIn "three point polar alignment" on demand installiert und ausprobiert
- hat gut funktioniert
- Mount hat alle Steuerbefehle mitgemacht, dadurch sehr einfach
-> Problem mit dem Plate Solve, da Belichtungseinstellungen nicht gepasst hatten (2sec sind bei f/10 zu wenig), wurde später korrigiert (aber vermutlich noch nicht optimal)
- Tauheizung
- Luft hatte sich recht trocken angefühlt, daher Start ohne Tauheizung
- gg. 23:00Uhr leichter Beschlag -> mit Fön beseitigt, dann Heizung ein
- Berechnung der Belichtungszeit
- on demand PlugIn "Optimal Exposure Calculator" installiert und durchgeführt
- keine Ahnung, ob das nun korrekt war, aber es kamen 34sec Bel.zeit raus - das war mir wesentlich angenehmer, als meine manuell angedachten 300sec je Bild
- Medianflip
- Ablauf wird sauber automatisiert durchgeführt
(Stop Guiding, Schwenk, Plate Solve, Korrektur, Neuer Leitstern für Guiding, Guiding starten, weiter mit Aufnahmeserie)
- Problem: zu kurze Kabel für Tauheizung, daher erst abgestöpselt und danach wieder eingestöpselt
Im Nachhinein doch überraschend:
So richtig gestartet hat die M51-Serie erst um 01:21Uhr.
Dafür konnte sie wegen der Automatisierung bis zur Dämmerung um 04:45Uhr durchlaufen - sehr schön :-)
Fazit:
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der ersten Nacht.
Was mir an NINA gut gefallen hat:
- Cool down und Warm up der Kamera (da kenne ich von SharpCap nur Kamera An/Aus).
- Polausrichtung mit three point alignment
- Belichtungszeit-Berechnung mit Optimal Exposure Calculator
- Medianflip wurde sauber durchgeführt - macht Spaß beim Zuschauen :-)
Offene Punkte:
Fokussieren - wie macht man das am Besten, wenn manuell?
PlateSolve - richtige Belichtungseinstellungen finden (Gain rauf? Wie weit)
Einfach eine Aufnahmeserie starten - geht in NINA leider nicht (oder noch nicht gefunden)
Parken / Entparken der Montierung -> ist für sauberen Abschluss einer Astronacht noch wichtig
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